Definition eines Vektorraums
Vektorräume sind eines der zentralen Konzepte der linearen Algebra. Sie verallgemeinern unsere intuitive Vorstellung von "Vektoren als Pfeile" zu einer abstrakten algebraischen Struktur.
Die Idee ist einfach: Wir wollen mit Objekten rechnen können – sie addieren und mit Zahlen multiplizieren – und dabei sollen die "üblichen" Rechenregeln gelten.
Vektorraum
Sei K ein Körper (z.B. ℝ oder ℂ). Ein K-Vektorraum (oder Vektorraum über K) ist eine Menge V zusammen mit zwei Verknüpfungen: - Addition: + : V × V → V - Skalarmultiplikation: · : K × V → V die folgende Axiome erfüllen:
Der Standardvektorraum ℝⁿ
Der Standardvektorraum ℝⁿ
Das wichtigste Beispiel ist der Vektorraum ℝⁿ der n-Tupel reeller Zahlen:
Mit der komponentenweisen Addition und Skalarmultiplikation:
Zusammenfassung
Ein Vektorraum ist eine Menge mit Addition und Skalarmultiplikation
Er muss 8 Axiome erfüllen (V1-V8)
ℝⁿ ist das Standardbeispiel für einen Vektorraum
Der zugrundeliegende Körper K beeinflusst die Struktur
Übungen
Welche der folgenden Mengen bildet mit den üblichen Operationen einen ℝ-Vektorraum?
Beweise, dass in einem Vektorraum gilt: 0 · v = 0 für alle v ∈ V.